Streuobstwiese

image_pdfimage_print

Die 20 Apfelbäume wurden von den Kindern, ihren Eltern, den Lehrern, dem Hausmeister und unter Mithilfe des Bauern Wilhelm RiedelP1050046 sowie der Familie Josephs, die ebenfalls mit einem Trecker halfen, im November 2013 gepflanzt. 

Mit einer Streuobstwiese verbinden sich gleich mehrere Faktoren, die ein Ganzes ergeben und damit den Wert einer solchen Anlage gleich aus verschiedenen Blickwinkeln wertvoll macht:

Streuobstwiesen…

  • stellen mit hochstämmigen Bäumen die traditionelle und ursprüngliche Form des Obstanbaus dar.

  • dienen der Obstgewinnung ohne Spritz- oder Düngemittel.

  • dienen als Mähwiese der Heugewinnung.

  • stellen in sich ein Biotop dar, wenn sie selten gemäht werden.

  • sind landschaftsprägend, d.h. landschaftsästhetisch und positiv gliedernd.

  • sind vom Aussterben bedroht – eine Neuanlage wirkt hier dem entgegen.

  • üben einen ausgleichenden Einfluss auf das örtliche Klima aus.

  • beherbergen eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.

  • bedürfen einer geringen Pflegeintensität.

Die Streuobstwiese befindet sich südlich des Schulhofes der Paul-Gerhardt-Schule, anschließend an die letzte Wohnbebauung vor dem „Truppi“. Der ausgewählte Landschaftsstreifen befindet sich in einer deklarierten „Ausgleichsfläche“, die für eine Bebauung anderweitig Ersatz schafft. Inmitten der gepflanzten Heckenstreifen liegt inselartig die Obstwiese mit 20 Apfelbäumen.

Warum wir eine Streuobstwiese gepflanzt haben?

Die Obstwiese ist auch im Zusammenhang mit dem Betrieb des Lehrbienenstandes und der Schulimkerei zu sehen. Die gepflanzten Obstbäume dienen in ihrer Blütezeit im Frühjahr als Nahrungsquelle und Pollenlieferant für die Bienen, die in dieser Jahreszeit verstärkt in die Brut gehen.

(Unter allen Obstbäumen sondert der Apfelbaum den meisten Nektar und die größte Menge an Pollen ab, gefolgt von Birne und Pflaume. Kirschen sind aufgrund ihrer Pilzanfälligkeit allenfalls als solitäre Bäume integrierbar, weniger aber als beherrschendes Gehölz.)

Natürlich lernen die Kinder den Apfelbaum als Vertreter der Obstbäume immer wieder kennen, in allen Jahreszeiten und mit allen Vorteilen für Tier und Mensch.

Die Kinder haben die Bäume selbst gepflanzt und werden in der Folgezeit sowohl bei der Ernte als auch bei der weiteren Verarbeitung integriert sein.