Vom Kindergarten in die Grundschule

Wir wissen um die große Chance, die wir durch eine relativ kleine Kommune haben. Diese Chance nutzen wir.

Über die offiziellen Termine hinaus hat der regelmäßige Kontakt zu den beiden Kindergärten in unserem Schulbezirk ein Vertrauensverhältnis geschaffen, so dass wir gegenseitig „offen“ sind, offene Ohren füreinander haben und uns gegenseitig helfen. Mit beiden Kindergärten wurden Kooperationsvereinbarungen mit dem Ziel getroffen, den Übergang für die Kinder zu optimieren und die gemeinsame Arbeit zu intensivieren.

So ist es fast selbstverständlich, dass wir die Kindergärten, die Erzieher/ Erzieherinnen uns besuchen.

Dies geschieht auch unter dem Gesichtspunkt der Neugierde:

  • Wer sind unsere neuen Schulanfänger?
  • Wie entwickeln sich die Kindergartenkinder als Schulkinder?

Schon für die Eltern der vierjährigen Kindergartenkinder findet in der Schule ein Informationsabend zum Schulanfang statt. An diesem Abend referieren der Schuleiter und eine Kollegin aus der Eingangsklasse zunächst über das neue Schulgesetz und das sogenannte „Schulfähigkeitsprofil“, stellt „unsere“ Schule vor und erläutert die Arbeit in der Schuleingangsphase. Einzelheiten hierzu sind im Konzept der Paul-Gerhardt-Schule zur Schuleingangsphase beschrieben. Frau Bleigel als Leiterin der offenen Ganztagsschule informierte im Schuljahr 2012/2013 darüber hinaus über die Betreuungsangebote in der PGS.

In einer anschließenden gemütlichen Gesprächsrunde wird auf weitere Fragen der Eltern eingegangen.

Hierbei erfahren sie auch, dass im Zusammenhang mit der Anmeldung der Schulanfänger mit diesen ein diagnostisches Schulspiel durchgeführt wird. Mit Hilfe besonders ausgesuchter  Aufgaben sollen verschiedene Fähigkeiten und Fertigkeiten beobachtet und diagnostiziert und die Ergebnisse in einem Beobachtungsbogen festgehalten werden. Werden gravierende Auffälligkeiten z.B. im Bereich der Motorik, der visuellen und auditiven Wahrnehmung oder des kognitiven Bereichs festgestellt, werden die Eltern an entsprechende Beratungs- und Förderstellen verwiesen.

Auf diese Weise soll versucht werden, eventuelle Defizite bis zum Schulanfang auszugleichen. Dazu finden auch Gespräche mit den Erzieherinnen statt, bei denen die sogenannten „Übergabeprotokolle“ mit den Aufzeichnungen der Erzieherinnen zur Entwicklung des Kindes an die Schule weitergegeben werden. Voraussetzung für einen Informationsaustausch zwischen Kindergarten und Schule ist eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern gegenüber beiden Seiten.

Aber nicht „wir“ sind die wichtigsten Personen, sondern die Kinder, die auch schon vor dem  Schulanfang die Möglichkeit erhalten sollen, ihre zukünftige Umgebung – unsere Schule – zu entdecken.

So laden wir die zukünftigen Schulanfänger/-innen schon vor dem Schulanfang zu unseren Festen ein, die sie sogar mit eigenen Beiträgen bereichern. Dazu gehören die Weihnachtsfeiern, Puppenspielaufführungen, Spiel- und Sportfeste und die Schnuppertage.

An diesen Schnuppertagen dürfen unsere „Neuen“ zwei Schultage lang schon Schulkinder sein und ihre ersten Unterrichtsstunden erleben – gemeinsam mit ihren Paten.

An diesen aufregenden Schnuppertagen erfahren die künftigen Schulanfänger/innen viel Neues.

 Sie
  • lernen dann bereits ihre Paten kennen (Kinder aus den künftigen 4. Schuljahren, die sich um sie kümmern und ihnen helfen)
  • lernen viele andere Schulkinder kennen
  • lernen Lehrer der Schule kennen
  • lernen das Schulgebäude und den Schulhof kennen
  • lernen verschiedene Klassenräume und die Turnhalle  kennen
  • dürfen in der Schule schon schreiben, rechnen und lesen, malen, musizieren und turnen (organisatorisch geschieht das in einem „Stationenlauf“ während des Schulmorgens)
  • erleben die kleinen und großen Pausen zusammen mit den Schulkindern

Wir

können Schwellenängste und Unsicherheiten abbauen und ermutigen

können unsere „Neuen“ beobachten

lernen die Kinder kennen – auch mit Namen

lernen unsere zukünftigen Eltern kennen.

 

Durch diese vielen Veranstaltungen schon vor dem ersten Schultag ist uns jedes Kind nicht nur namentlich, sondern auch  in Hinsicht auf seine Schulfähigkeit bekannt. Zudem besuchen die Klassenlehrerinnen der Schuleingangsklassen die zukünftigen Schulkinder zur Beobachtung im Kindergarten.