Darstellung der Paul-Gerhardt-Schule

Vorstellung der Paul-Gerhardt-SchuleLeitbild der Paul-Gerhardt-SchulePädagogische – Grundorientierung und ErziehungsauftragVertretungskonzept Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit

 Vorstellung der Paul-Gerhardt-Schule

Die Paul-Gerhardt-Schule wurde als evangelische Volksschule Hengsen im Jahre 1958 eingeweiht. Im Zuge der Schulreform wurde sie 1968 in eine Gemeinschaftsgrundschule für die Ortsteile Hengsen und Opherdicke umgewandelt. Die Schule liegt im Grünen am Rande des Ortsteils Hengsen. Ihre Lage ermöglicht es den Kindern, Natur „hautnah“ zu erkunden und zu erleben.

Das Gebäude besteht aus einem Haupttrakt, einem Pavillon, in dem zwei Klassen und der Computerraum untergebracht sind, und einer 1991 neu gebauten Turnhalle.
Innerhalb des Hauptgebäudes befinden sich neben den nach Süden ausgerichteten vier Klassenzimmern Verwaltungsräume, eine Küche, ein Töpfer– sowie ein Werkraum.

Im Zuge des Turnhallenbaues wurde eine Neugestaltung des Schulhofes nach Plänen und Ideen, die vom Kollegium gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet wurden, vorgenommen. Durch seine in die Natur integrierte Lage bietet er Platz und Möglichkeiten für grundschulkindgerechte Spiel- und Turngeräte, Ruhezonen und große Freiflächen zur Nutzung  von weiteren Spielangeboten in Form von Pausenspielgeräten. Dieser Schulhof, zu dem auch ein Schulgarten gehört, ermöglicht vielfältige unterrichtliche Aktivitäten im Freien. Das Wäldchen bietet den Kindern der Schule eine naturnahe Spielzone. Angrenzend befindet sich nach Süden der Lehrbienenstand mit zur Zeit 2 Bienenvölkern, die das Kennenlernen von Abläufen im Bienenvolk ermöglichen.

Auch eine Streuobstwiese gehört zum Angebot der Schule. In erster Linie dient sie als Bienenweide, aber auch als Nutzgarten für die Kinder. Bei Regenwetter steht den Kindern die Pausenhalle zur Verfügung, die mit entsprechenden Lese- und Spielangeboten ausgestattet ist, in der aber auch die vielen „kleinen“ Gemeinschaftsfeiern abgehalten werden können.

Zur Zeit unterrichten an unserer Schule sieben Lehrerinnen und zwei Lehrer:

Magnus Krämer (Schulleiter), Eva Dziuba und Ann-Kathrin Krämer (in Elternzeit), Dieter Dziuba, Sabine Schinner, Katharina Magerstedt, Simon Geist, Zoi Markou, Edith Konertz,  Kerstin Wille, Christine Schmidt, Steffi Netthöfel, Ilka Brinkmann, Christian Dorna, Christiane Delisch und Dennis Borowski.

Mit dem Zentrum für Schulpraktische Lehrerausbildung in Hagen arbeiten wir in enger Bindung bei der Ausbildung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern zusammen.

Sehr oft betreuen wir Studentinnen / Studenten für das Lehramt für die Primarstufe der Universität Dortmund. Regelmäßig leiten wir Praktikanten auch durch das sogenannte Eignungspraktikum direkt nach dem Abitur oder zu Beginn des Studiums.

Außerdem leisten viele Schülerinnen und Schüler des 10. / 11. Schuljahres ihr Betriebspraktikum bei uns ab.

Die Paul-Gerhardt-Schule wird im Schuljahr 2020/21 von 155 Kindern besucht.
Hier eine Übersicht über die Aufteilung der Klassen mit den dazugehörigen Klassenlehrerinnen bzw. dem dazugehörigen Klassenlehrer:

Klasse 1/2  „Tiger“

 

25 Kinder

Frau Wille

Klasse 1/2  “Fuchs”

Klasse 1/2  “Wolf”

25 Kinder

26 Kinder

Frau Brinkmann

Frau Schmidt

Klasse 3a

 

16 Kinder

Herr Dziuba

Klasse 3b

17 Kinder

Frau Netthöfel

Klasse 4a

Klasse 4b

22 Kinder

23 Kinder

Frau Konertz/ Frau Markou

Frau Delisch

 

Leitbild der Paul-Gerhardt-Schule

Bei der Frage nach dem Leitbild der Paul-Gerhardt-Schule haben wir uns in verschiedenen Zusammenhängen die Fragen gestellt: „Was ist typisch für unsere Schule? Wodurch zeichnet sich unsere Schule besonders aus? Was ist uns wichtig? Welche Bedeutung hat der Standort unserer Schule? …“. Nach langen Überlegungen und zahlreichen Gesprächen haben wir gemeinsam folgendes Leitbild entwickelt:

Im Zusammenspiel
Vertrautes bewahren – Neues gestalten

Was bedeutet: „ Im Zusammenspiel …?“

Im schulischen Alltag kommunizieren und kooperieren an der Paul-Gerhardt-Schule verschiedene Personen/Gruppen sowohl untereinander als auch miteinander.

Im Kollegium ist eine auffallend positive Arbeitsatmosphäre zu spüren; alle Lehrer/innen lassen sich als besonders teamfähig charakterisieren.

So finden bei Parallelität grundsätzlich gemeinsame Besprechungen und Unterrichtsvorbereitungen statt. Bei Problemen ist jeder bereit, dem anderen aktiv mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Sämtliche Unterrichtsmaterialien werden für alle zur Verfügung gestellt, so dass wir ein breites Repertoire an Arbeitsblättern, Lernspielen, Werkstätten, Themenkisten etc. zusammengestellt haben.

Dieses Zusammenspiel überträgt sich auch auf den Unterricht, in dem wir neben der Vermittlung kognitiver Fähigkeiten großen Wert auf die emotionale und soziale Förderung der Kinder legen. Je nach Unterrichtsinhalt versuchen wir, das Zusammenspiel der Kinder untereinander zu fördern. Das geschieht z.B. durch die Durchführung von Werkstätten, in denen sich Kinder als Experten gegenseitig unterstützen, indem Aufgaben in Partner- und Gruppenarbeit erledigt werden und vieles mehr

Das Zusammenspiel funktioniert zwischen den Kindern über die Klassengrenzen hinaus. Da unsere Schule relativ klein ist, kennen sich die meisten Kinder untereinander und nehmen am Leben der anderen teil. Symbolisch dafür steht die Informationswand direkt im Eingangsbereich der Schule. Neben der Beglückwünschung der Geburtstagskinder werden hier besondere Ereignisse und Leistungen einzelner Klassen bzw. Kinder hervorgehoben.

Ein weiteres Beispiel stellt unser Patensystem dar. Kinder des 3. Schuljahres übernehmen die Patenschaft über die zukünftigen Schulanfänger. Diese besteht u.a.  in der Betreuung der Patenkinder an unseren Schnuppertagen, die vor den Sommerferien stattfinden. Des Weiteren kümmern sich die Paten beim Sport- und Spielfest um die „Kleinen“  und sind beim Einschulungsgottesdienst aktiv beteiligt. Umgekehrt übernehmen die Kinder des 1. Schuleingangsjahres verschiedene Aufgaben im Abschlussgottesdienst und bedanken sich so bei ihren Paten für die Hilfestellungen.

Ein wichtiges Element beim Zusammenspiel stellen die Eltern dar. Sie sind in der Regel zu einer engen Zusammenarbeit mit den jeweiligen Lehrer/innen bereit und nehmen die Beratungsmöglichkeiten an. Am Einschulungstag, an Elternsprechtagen, bei den großen Feiern vor den Sommer- und Weihnachtsferien, an Projekttagen oder beim Schulfest helfen viele mit. Nicht selten bereichern Eltern durch ihr Fachwissen den Unterricht. Viele begleiten die Klassen bei Fahrten oder Unterrichtsgängen. Besonders hervorzuheben ist ein breites Angebot verschiedener attraktiver Arbeitsgemeinschaften, die von Müttern, Vätern und gelegentlich auch von Großmüttern angeboten werden.

Durch die dörflich geprägten Strukturen ergibt sich ein hohes Maß an vor- und außerschulisch gewachsenen Verbindungen. Innerhalb des Schulbezirks befinden sich zahlreiche Einrichtungen und Vereine, zu denen enger Kontakt besteht.

Dazu gehören die beiden Kindergärten,  der Ev. Kindertagesstätte „Schatzkiste“ und die AWO-Kindertagesstätte „Sonnenblume“. Die Zusammenarbeit mit den Kindergärten ist über eine lange Zeit hinweg gewachsen, so dass gegenseitige Besuche in der Schule oder den Einrichtungen stattfinden.  Zu Festen und Feiern laden wir uns gegenseitig ein. Neuerdings besuchen uns die Kinder der beiden Kitas auch jährlich am Bienenlehrstand der Schule.

Im Zusammenspiel befinden wir uns auch mit der ev. Kirchengemeinde und der kath. St. Stephanus-Gemeinde. So werden Einschulungs- bzw. Entlassungsgottesdienste ökumenisch durchgeführt. Inzwischen wurde die Zahl der Schulgottesdienste auf vier im Schuljahr erhöht. Bei gemeinsamen Arbeitskaffeetrinken werden die Gottesdienste von den jeweiligen Pfarrern, den Gemeindereferentinnen und dem Kollegium vorbereitet; dieses Zusammenspiel hat natürlich Auswirkungen auf das Zusammenspiel mit den Kindern, die aktiv an der Durchführung der Gottesdienste beteiligt sind. Der Kommunionunterricht findet während der Schulzeit in den Räumen der Schule statt. Am Kommuniongottesdienst nimmt stets der Klassenlehrer / die Klassenlehrerin teil. Die ev. Schüler/innen der „Kommunionklasse“ werden am Montag nach der Kommunion zum Gottesdienst mit anschließendem Frühstück eingeladen. Bewährt hat sich auch die „Kontaktstunde“, die meist in Klasse 4 in ökumenischer Form angeboten wird. In gemeinsamer Verantwortung erteilen die Seelsorger kirchlich zusätzlichen Unterricht. In den letzten Jahren haben wir einige Modelle ausprobiert, so unter anderem auch projektartiges Arbeiten an mehreren Tagen. Seit 2013 unterstützt die Evangelische Kirchengemeinde das Präventions- und Gesundheitsprogramm KLASSE 2000 finanziell. Diese Zusammenarbeit erleichtert unsere Arbeit erheblich und integriert außerschulische Förderprogramme in unser Schulleben.

Im Zusammenspiel sind außerdem die Sportgemeinschaft Holzwickede (SGH), der Tennisclub (TCH) und der Volleyballverein (VV Holzwickede) beteiligt. Der TCH und die SGH laden die Klassen zu Schnupperkursen ein und bieten Arbeitsgemeinschaften in Klasse 3 und 4 an. Die SGH, in der sehr viele Schüler/innen unserer Schule Mitglied in den Fußballmannschaften sind, lädt zu Radsportaktionen und anderen Veranstaltungen ein. Bei Festlichkeiten ist eine gegenseitige Unterstützung gewährleistet. Der VVH ist seit 2012 mit Sichtungsstunden in den Regelsportunterricht integriert. Interessierte und talentierte Schüler/innen erhalten eine Einladung zum Vereinssport. Der erste Durchgang hatte eine sehr gute Resonanz.

Mit den Löschgruppen der Feuerwehr in Hengsen und Opherdicke besteht intensiver Kontakt. Die Feuerwehrleute kommen einerseits in die Klassen, andererseits besuchen die Schüler/innen die Löschgruppen an ihren Standorten. Unsere Alarmübungen werden von der Feuerwehr unterstützend begleitet.

Die Gemeinde Holzwickede ist ein Schulträger, der für unsere Probleme und Belange stets ein offenes Ohr hat und auch in der heutigen finanzschwachen Zeit alle Möglichkeiten ausschöpft. Zur  großen Weihnachtsfeier am letzten Schultag vor den Ferien sind verschiedene Vertreter der Gemeinde anwesend. Einmal im Jahr werden alle Schüler/innen zu einer von der Gemeinde finanziell unterstützten kulturellen Veranstaltung eingeladen.

Viele Schüler/innen lernen bei uns ein Instrument und haben die Möglichkeit ihre musikalischen Fähigkeiten in ein Schulorchester einzubringen. Die Musikschule Holzwickede organisiert über das Projekt Jedem Kind ein Instrument (Jeki) diese Möglichkeit.

Über die Gemeindegrenzen hinweg baut die Paul-Gerhardt-Schule seit 2012 ein “grünes Netzwerk” auf und engagiert sich mit der Schulimkerei, Schulgarten und einer Streuobstwiese für den Umweltschutz. Daran beteiligt sind neben örtlichen Organisationen auch die Naturfördergesellschaft für den Kreis Unna (NFG), Stiftungen und Naturschutzorganisationen, sowie der Kreis Imkerverein Unna-Hamm.

Was bedeutet: „… Vertrautes bewahren?“

 Typisch für unsere Schule sind bestimmte Traditionen, die sich über einen längeren Zeitraum bewährt haben und geschätzt werden.

In der Vergangenheit wurden der Unterricht, das Schulleben, außerschulische Veranstaltungen etc. von den jeweilig Betroffenen stets einer kritischen Reflexion unterworfen. Hierdurch entstand eine Sammlung verschiedener und von uns geschätzter Traditionen. Dazu zählen z.B. die Durchführung bestimmter Unterrichtsreihen und Lernwerkstätten, Feste und Feiern, die uns durch das Jahr begleiten, Wanderungen, Klassenfahrten und Unterrichtsgänge, Sportveranstaltungen und Wettkämpfe, Gestaltung der Übergänge, die Einrichtung verschiedener Arbeitsgemeinschaften und vieles mehr.

Was bedeutet: „… Neues gestalten?“

 Um den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule adäquat erfüllen zu können, unterliegt unsere Arbeit einem stetigen Wandel.

Die unterrichtlichen und erzieherischen Anforderungen sind aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen und Erkenntnissen von Wissenschaft und Forschung variabel.  Veränderung bezüglich der Unterrichtsinhalte und Unterrichtsmethoden sind unabdingbar. Dieses hat wiederum Konsequenzen hinsichtlich der eingesetzten Unterrichtsmaterialien, Medien und Gestaltung der Lernumgebung. Aufgrund der viel beschriebenen Veränderung der Kindheit sind Bemühungen zur Förderung des sozialen und emotionalen Verhaltens stets von Nöten.

Der aufmerksame Leser dieses Schulprogramms wird an verschiedenen Stellen entdecken, dass die Texte ebenfalls im Zusammenspiel entstanden sind!

Dabei wurde Vertrautes bewahrt, in zahlreichen Textpassagen Neues gestaltet!!!

Pädagogische Grundorientierung und Erziehungsauftrag

Pädagogische Grundorientierung und Erziehungsauftrag basieren auf den Forderungen der Richtlinien und Lehrpläne. Um deren Realisierung gewährleisten zu können, ist es unsere Aufgabe, dass sich in unserer Schule alle am Zusammenspiel Beteiligten –  sowohl Schüler/innen und Lehrer/innen als auch Eltern und  alle weiteren im Schulleben integrierten Personen – wohl fühlen.

Welche Voraussetzungen müssen nun gegeben sein, diese Aufgabe erfüllen zu können?

  • Die Schule bildet eine Gemeinschaft, in der alle vertrauensvoll miteinander umgehen

Die Voraussetzungen, dieses Ziel zu erreichen, sind an unserer Schule besonders günstig, da die Paul-Gerhardt-Schule eine kleine, überschaubare Schule ist und die Lehrer/innen in der Regel alle Kinder namentlich kennen. Auch den Schüler/innen sind alle Lehrer/innen bekannt, so dass eine vertrauensvolle Basis für die erzieherische Arbeit gegeben ist.

Ein Teil der Kinder hat schon im Kindergarten miteinander gelernt und gespielt. Bereits vor der Einschulung lernen sich die Kinder bei gemeinsamen Veranstaltungen wie z. B. bei „Schnuppertagen“, Sportfesten, Feiern und Schulfesten kennen und können neue Kontakte knüpfen.

In der Schule kennen sich alle über die Klassengrenzen hinaus und nehmen Anteil am Anderen. Symbolisch dafür steht die Informationswand direkt im Eingangsbereich der Schule. Neben der Beglückwünschung der Geburtstagskinder werden hier besondere Ereignisse und Leistungen einzelner Klassen bzw. Kinder hervorgehoben.

  • Die Schule bildet eine Gemeinschaft, in der alle rücksichtsvoll miteinander umgehen, sich gegenseitig helfen und Verantwortung übernehmen

Sowohl im Unterricht als auch in den Pausen und bei schulischen Veranstaltungen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Kinder diesbezüglich zu fördern bzw Freiräume zu schaffen, in denen Entwicklungsmöglichkeiten entstehen, die ein verantwortliches Handeln der Kinder herausfordern.

Das geschieht zum Beispiel in der Betreuung der Schulanfänger/innen durch Patenkinder des 4. Schuljahres. Bereits vor der Einschulung gibt es verschiedene Veranstaltung für und mit unseren „Neuen“. An unseren Schnuppertagen und beim Sport- und Spielfest, die vor den Sommerferien stattfinden, übernehmen die Paten die Betreuung; beim

Einschulungsgottesdienst sind sie aktiv beteiligt. Dieses Ziel wird kontinuierlich verfolgt und mündet dann nach 4 Jahren in einem Abschlussgottesdienst, in dem sich nun die ehemaligen Schulanfänger/innen bei ihren Paten für die geleisteten Hilfestellungen bedanken.

  •  Die Schule bildet eine Gemeinschaft, in der sich alle an vereinbarte Regeln halten

Um ein harmonisches Zusammenleben und -arbeiten gewährleisten zu können, müssen sich in einer Gemeinschaft alle an Verabredungen halten. Dazu sind in jeder Klasse eigene Klassenordnungen entstanden.

Darüber hinaus haben wir unter Beteiligung aller Kinder und des gesamten Kollegiums eine Schulordnung entwickelt. Diese Schulordnung ist somit ein Gemeinschaftsprodukt, von allen unterzeichnet, jedem ausgehändigt und im Schulgebäude veröffentlicht. Damit diese Schulordnung „lebendig“ bleibt, werden die Regeln regelmäßig evaluiert und anschließend bei Bedarf überarbeitet.

Selbstverständlich können so Konflikte nicht gänzlich vermieden werden. Deshalb beginnen wir bereits frühzeitig auf der Grundlage unseres Streitschlichtermodells die Kinder für einen Weg zu sensibilisieren, der Kommunikation Konflikten vorzieht und über einen angeleiteten Dialog für eine Aussprache zwischen beteiligten Konfliktpartnern sorgt.

  • Die Schule bildet eine Gemeinschaft, in der jeder entsprechend seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten akzeptiert und gefördert wird

Eine hohe Akzeptanz des anderen bedingt eine Förderung der sozial-emotionalen Fähigkeiten. Darüber hinaus bedeutet es im Hinblick auf die kognitiven Fähigkeiten, dass alle „dort abgeholt werden, wo sie stehen“. Das heißt, dass jedes Kind gemäß seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend gefördert werden muss. Über- und Unterforderung entsprechen nicht unserem pädagogischen Anspruch und bedingen einen differenzierten und individualisierten Unterricht. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, sind im Unterricht Maßnahmen zum bedeutungsvollen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernen unabdingbar und bilden die Basis unserer schulischen Arbeit.

Werkstattarbeit, offene Lernformen und kooperative Lernmethoden verbinden das Lernen aller Kinder miteinander. So gelingt es, bedingt durch diese Lernformen, besonders die Hetegorentiät aller Kinder zu berücksichtigen und zu integrieren.

  •  Die Schule bildet eine Gemeinschaft, in der alle an der Entwicklung des Schullebens beteiligt sind

Eine Schule, in der sich alle wohlfühlen, ist grundgelegt auf den vielfältigen Bedürfnissen unserer Kinder. So müssen Regeln und Rituale im Schulalltag genauso weiterentwickelt werden, wie ein Lernen in gesunden Rythmen, bewegt und an den Interessen der Kinder orientiert.

Rückmeldungen zum Beispiel aus dem wöchentlichen Klassenrat sind somit Rückmeldungen zur Weiterentwicklung eines gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Entscheidungen von besonderer Bedeutung werden im Schulparlament besprochen und als “gemeinsame Stimme” in die Klassen zurückgegeben.

Vertretungskonzept

Im Hinblick auf den Vertretungsunterricht haben wir uns folgende Ziele gesteckt:

Im Vertretungsfall soll bzw. sollen möglichst…

… kein Unterrichtsausfall verzeichnet werden.
…die Unterrichtsqualität aufrechterhalten bleiben.
… Kontinuität gewahrt werden bezüglich der Inhalte, Methoden und Unterrichtsorganisation.
… die Zahl der Vertretungslehrer/innen in der betroffenen Klasse gering sein.
… den Eltern die Vertretungskraft bekannt sein.
… die Belastung für das Kollegium hinsichtlich Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Vertretungsunterrichts akzeptabel sein.
… keine Zusammenlegung von Klassen erfolgen.

 Um diese Ziele erreichen zu können, werden folgende Maßnahmen ergriffen:

  •  Klassenlehrer und Vertretung

In jeder Klasse wird das Fach Mathematik und ein weiteres „Nebenfach“ möglichst von einer anderen Person als die der Klassenlehrerin erteilt. Jede Klasse verfügt somit über einen „zweiten Klassenlehrer“, der über die Belange der Klasse informiert ist und im Vertretungsfall die Klassenlehrerfunktion übernehmen kann.

  •  Prozentuale Kürzung von Unterricht in allen Klassen

Der Ausfall einer Kollegin in allen Klassen wird in vielen Klassen durch leichte Kürzungen im Stundenplan aufgefangen, statt in einer besonders betroffenen Klasse den Ausfall zu konzentrieren.

  •  Unterrichtsverteilung von Teilzeitkräften

Teilzeitkräfte werden im Stundenplan gestaffelt eingesetzt, so dass Unterrichtsbeginn und Unterrichtsende unterschiedlich sind. Im Vertretungsfall können somit Lehrkräfte früher kommen bzw. länger bleiben. Zudem ist nur ein Teil des Kollegiums donnerstags in den ersten beiden Stunden im Stundenplan eingesetzt; Unterricht findet hier in den 1. und 2. Klassen statt, während die Kinder des dritten und vierten Jahrgangs in Arbeitsgemeinschaften von Eltern und Honorarkräften betreut werden.

  • Teambildung

Bei Parallelität arbeiten die jeweiligen Klassenlehrer/innen und Vertreter im Jahrgang grundsätzlich gemeinsam und treffen Absprachen, sodass Planung, Durchführung und Nachbereitung des Unterrichts klassenübergreifend transparent sind.

  •  Unterrichtsmaterialien

Sämtliche Unterrichtsmaterialien, die in der Klasse eingesetzt wurden und eingesetzt werden sollen, sind im Lehrerzimmer für alle frei zugänglich. Das Ordnungssystem (die Materialien der Kinder und die der Lehrmittel  sind farblich identisch gekennzeichnet) erleichtert deutlich die Orientierung bei der Beschaffung von Unterrichtsmaterialien. Es gibt zudem eine Sammlung solcher Unterrichtsmaterialien, die sich für den „spontanen Einsatz“ im Vertretungsfall rasch erstellen lassen.

  •  Selbstständiges Lernen im Vertretungsunterricht

Im Kollegium besteht ein Konsens bezüglich offener Unterrichtsformen. Es gibt Absprachen und einen regelmäßigen Austausch im Kollegium bezüglich dessen, welche offenen Unterrichtsformen an der Schule praktiziert werden, welche Regeln und Rituale z.B. für alle Klassen verbindlich sind. Die Vertretungskraft weiß somit, welche Voraussetzungen in der jeweiligen Klasse gegeben sind. Es ist somit auch möglich, im Vertretungsfall mehrere Kinder als üblich  zu betreuen.

  •  Veränderungen im Förderunterricht

Bei der Stundenplangestaltung wird bewusst auf eine gestaffelte Anordnung der Förderstunden geachtet; Randstunden werden hierfür nicht genutzt. Wir sind bestrebt, im Vertretungsfall den Förderunterricht möglichst aufrecht zu erhalten. Um den Unterricht gemäß des Stundenplans erteilen zu können, wird gegebenenfalls die Anzahl der Kinder in den Fördergruppen erhöht.

  • Gemeinsamer Unterricht mit Patenklassen

Durch das Patensystem sind den Kindern so genannte Patenstunden  innerhalb des üblichen Unterrichtsbetriebs bekannt und außerordentlich beliebt. In diesen Stunden wird besonders das altersgemischte und soziale Lernen gefördert. Im Vertretungsfall gelingt es so, dass  zwei Klassen von einer Lehrkraft unterrichtet werden. Dieses gilt allerdings für maximal 2 Stunden an einem Schulvormittag.

  • Teilaufstockung bei Teilzeitkräften/ Tarifbeschäftigten/ LuL in Elternzeit

Sollte ein längerfristiger Vertretungsfall von mehr als 4 Wochen vorliegen, die Kollegin oder der Kollege einer Aufstockung des Wochenstundendeputats zustimmen und das Schulamt und die Bezirksregierung in Kenntnis darüber dies genehmigen, ist die Erhöhung der Stundenzahl eine weitere Möglichkeit Vertretungsbedarf abzusichern.

Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit

Die Ausführungen zu den einzelnen Bausteinen innerhalb der Schulentwicklung zeigen einen Zeitraum seit Beginn des Schuljahres 2011/ 12 auf.

  • Der Religionsunterricht wird in der Schuleingangsphase (Kl. 1/2) künftig jahrgangsübergreifend unterrichtet – Beginn ist das Schuljahr 2011/12

Nach Prüfung der Möglichkeiten weitere Fächer in der Schuleingangsphase jahrgangsübergreifend zu unterrichten, mit dem möglichen Ziel alle Fächer, also eine komplette Jahrgangsmischung zu erreichen, erbrachte zunächst die Weiterentwicklung des Unterrichts im Fach Religion. Frau Wille entwickelte dazu spezielle Materialien, die entsprechenden Fachcurricula und zuletzt eine angepasste Leistungsbeurteilung. Zur Zeit erproben wir im noch einzigen jahrgangsbezogen unterrichteten Fach Mathematik den Bereich Geometrie in den Klassenverbänden von Tiger und Bär, also jahrgangsgemischt.

  • Flex und Flo als neues Unterrichtswerk im Fach Mathematik

Die Neueinführung eines Unterrichtswerkes basierte auf der kurzfristigen Entscheidung des Verlages die “Zahlenreise” nicht weiter am Markt zu führen. Aus den Erfahrungen mehrerer Schulen, die auch jahrgangsübergreifend arbeiten und in Bestärkung dieser guten Rückmeldungen wurde auch an unserer Schule dieses Werk eingeführt, zunächst in den Klassen 3 und 4, später dann auch in den Klassen 1 und 2. Nach fast 3 Schuljahren steht nun eine Evaluation an, inwieweit das Werk im Bestand der Lehr- und Unterrichtsmaterialien verbleibt.

  •  Rhythmus von regelmäßigen Dienstbesprechungen und Lehrerkonferenzen

Die Menge an dienstlichen Aufgaben, Absprachen und die stetig zu leistende Schulentwicklungsarbeit hat einen veränderten Rhythmus von Planungen und Besprechungszeiten erforderlich gemacht. Eine zeitlich unbefristete Lehrerkonferenz wechselt sich nun 14-täglich ab, mit einer auf eine Zeitstunde befristete Dienstbesprechung.

  •  Zensurengebung in Klasse 2

Die Schuleingangsstufe ist seit der Möglichkeit Zensuren in Klasse 2 (auf Beschluss der Schulkonferenz) aus dem Schulprofil zu nehmen zensurenfrei. Diese Entscheidung fiel im Einvernehmen und nach Diskussion mit allen Beteiligten und drückt unsere klare pädagogische Vorstellung von einer Schuleingangsstufe, als Zeitraum für grundlegende Entwicklungen und ohne den Druck einer Bewertung durch Zensuren, aus.

Statt dessen diagnostizieren und messen wir die Leistungen durch Lernstandserhebungen und führen Beobachtungsbögen, die eine Entwicklung über Zeiträume hinweg und im Hinblick auf eine Versetzung von Klasse 2 nach 3 macht möglich macht.

  • Schulinterne Curricula

Durch die kompetenzorientierten Lehrpläne mit Entwicklungsfestschreibungen nach der Klasse 2 und der Klasse 4 wurden in allen Fächern standortbasierte Arbeitspläne entwickelt, die einerseits die Kompetenzen durch die Lehrpläne beinhalten und andererseits die standortspezifischen Besonderheiten unserer Schule berücksichtigen. Die Fachcurricula korrespondieren mit dem Konzept zur Leistungsbewertung, welches wir im Anschluss daran entwickelt, diskutiert und zur Erprobung festgeschrieben haben.

  •  Zahlungsabwicklung der Schulbuchgelder online

Wir nutzen die Zeit der Sommerferien, die anfallenden Schulbuchgelder papierlos und vor allem bargeldlos einzusammeln und uns so von der Aufgabe des Gelderverwaltens zu befreien.

  • Mitgliedschaft im Kompetenzzentrum Lünen – Unna

Das Schulamt für Grundschulen für den Kreis Unna wurde sukzessive in regionale Bereiche mit insgesamt 3 Kompetenzzentren aufgeteilt. Nicht alle Städte und Kommunen sind diesen KTs beigetreten, Holzwickede im Jahr 2012. Die Mitarbeit im Kompetenzzentrum beinhaltet eine veränderte Diagnose und Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und ein vereinfachtes Formalverfahren. Ein AOSF ist nur noch in Einzelfällen notwendig. Nach anfänglichen Schwierigkeiten läuft die Zusammenarbeit am Ende des Schuljahres 2012/ 13 gut. Die Kompetenzzentren laufen mit dem Schuljahr 2013/ 14 aus. Ein Folgemodell ist zur Zeit nicht bekannt. Hier wird man die Änderungen durch das 9. Schulrechtsänderungsgesetz abwarten müssen.

  • Beginn der Schulsozialarbeit

Das Land Nordrhein – Westfalen hat durch die Gelder des Bundes im Zeitraum 01.11.2011 bis 07.2014 die Schulsozialarbeit, mit spezieller Ausrichtung auf die Inhalte des Bildungs- und Sozialpaketes in die Grundschulen gebracht. Die Schule begrüßt diese Entwicklung und wird so entlastet von einer Flut an Anträgen, die für Lernförderung, Mittagessengelder usw. gestellt werden müssen. Darüber hinaus ist die Schulsozialfachkraft an unserer Schule mit klassischen Aufgaben der Schulsozialarbeit betraut und kann sich so einzelnen Kindern oder Gruppen mit Schwierigkeiten zuwenden. Diese Förderung basiert auf Absprachen, in Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern und integrativ, sowohl im Vormittagsbetrieb der Schule als auch in den Stunden der Betreuung im Nachmittag.

  •  Bienen an der Schule – Schulimkerei

Mit dem Aufbau und Betrieb einer voll ausgestatteten Schulimkerei hat die Paul-Gerhardt-Schule einen weiteren Schwerpunkt im Rahmen der Gesunden Schule verankert. Ökologische Aspekte, Aspekte von Bildung und gesunder Ernährung verzahnen sich in natürlicher Weise in diesem Projekt.

Warum wir eine Schulimkerei betreiben:

 –          Bienen leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und Schutz unserer vielfältigen Natur und damit auch für unsere Lebensqualität.

 –          Was wir kennen, schützen wir auch: Was braucht die Biene, um gesund zu leben? – das lernen die Kinder altersgerecht aufbereitet im Unterricht kennen, beschaffen sich dazu selbst Informationen, besuchen Ausstellungen und später können sie es anderen Kindern, beispielsweise im Kindergarten erklären. Durch einen ganzheitlichen Zugang erleben die Kinder den Weg und Prozess der Honiggewinnung.

 –          Die komplexen Vorgänge in einem Bienenvolk sind Ausgangspunkt für reichlich Lernmöglichkeiten, wie Sozialstrukturen und Aufgaben im Volk rund durch das Jahr.

 Auch die Eltern und Lehrer der Schule sind im Boot: Sie helfen beim Aufbau der Imkerei, beim Betrieb und werden in allen Bereichen durch Imker und pädagogisches Personal geschult. Als Multiplikatoren helfen Sie mit, den Wert von Bienen für unsere Umwelt in die Stadt und Gemeinde zu tragen.

  •   Hausaufgabenkonzept in Zusammenarbeit mit der OGGS

Hausaufgaben sind wesentlicher Bestandteil des Alltags unserer Kinder. Sie gehören zu Schule dazu und stellen einen wichtigen Baustein im Bereich Bildung und Erziehung dar. Sie erwachsen aus dem Unterricht und vertiefen, wiederholen oder erarbeiten Inhalte, die für das Weiterlernen unabdingbar sind.

Insofern müssen die Inhalte, die Rahmenbedingungen und die Aufgaben aller Beteiligten bekannt sein, damit ein zufriedenstellendes Arbeiten Alltag ist.

Wie wir uns die Anfertigung von Hausaufgaben vorstellen und welche Gelingensbedingungen dazu notwendig sind, haben wir in einem Konzept erarbeitet und stellen dies gerne allen als Teil unseres Schulprogramms zur Verfügung.

  •  Kooperatives Lernen

Methodisches Lernen als Teil Offener Unterrichtsformen ist zum einen schon lange Baustein unserer Methodik-Didaktik, erleichtert das Arbeiten mit den  Kindern und wird von uns als eine unterrichtsstrukturierende Hilfe gesehen. Durch eine Kollegiumsfortbildung haben wir dem Wunsch nach einem schuleigenen Methodencurriculum noch einmal Ausdruck gegeben, seit dem Teile dieses Methodenrepertoires zur Erprobung gestellt und durch Beiträge auf Konferenzen ergänzt und erweitert.

In einem nächsten Schritt sollen die Methoden in die Stufen 1-2 und 3-4 zugeordnet werden und zu einem Konzept verarbeitet werden.

  •  LRS-Konzept zur Erprobung

Im Jahr 2013 haben wir uns entschlossen, den Bereich der Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten neu zu überdenken. Ergebnis ist ein vorläufiges Konzept dessen Bestandteile Definitionen von LRS, Diagnosemöglichkeiten und Hinweise auf Fördermöglichkeiten enthalten. Dem Konzept sollen zukünftig weitere aktuelle Fördermaterialien zugeordnet werden.

  •  Gesunde Schule als Baustein des Schulprofils

Mit dem Konzept der Gesunden Schule hat unsere Schule ihr Profil weiter geschärft. Die Gesundheit unserer Kinder als Grundbedürfnis überhaupt und als Basis für ein erfolgreiches und möglichst stressfreies Lernen und Zusammenleben hat für uns einen besonderen Stellenwert, in einer Zeit, die sich immer mehr über Leistung und einer zunehmenden Informationsfülle definiert.

Durch die Abstimmung mehrerer Komponenten, Programme und einem verändertem “bewegten” Unterricht erhält dieser Bereich von Schule und Schulentwicklung eine zentrale Bedeutung an unserer Schule.

  •  Klasse 2000

Das Programm Klasse 2000 ist ein zertifiziertes, vielfach erprobtes und durch die verschiedenen Gesundheitsministerien von Bund und Land ausgezeichnet bzw. empfohlen worden. Das Programm ist als Baustein der Gesundheitsförderung ab dem Schuljahr 2013/ 14 neu an unserer Schule. Modulartig fördert und schärft dieses Programm die Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Gewaltprävention, gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung, sowie den Bereichen Regeln und Rituale.

  •  Fair-Trade-Mitgliedschaft

In den Zeiten knapper werdender Ressourcen, einer zunehmenden Globalisierung und der Erkenntnis, dass ein Teil unseres Wohlstandes auf prekären Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen in vielen Ländern der Welt beruht, sind wir gerne Partner einer Initiative der Gemeinde Holzwickede geworden, die die Verbesserung solcher Umstände bewirken möchte. Auf allen Veranstaltungen und Festen, in Schule, OGGS oder bei unserem Förderverein sollen künftig fair gehandelte Produkte verwendet werden.

  •  Leistungskonzept

In Verbindung mit der Erstellung der Fachcurricula entstanden die ersten Be- und Festschreibungen von Leistungsmessungen- und Dokumentationen. Diese haben wir nun für alle Fächer in Form von konkreten Kriterien, zusätzlichen Beobachtungsbögen auf der Basis der Kompetenzerwartungen, die für alle Fächer im Lehrplan formuliert sind entwickelt. Die formulierten Kompetenzerwartungen für die Klassen 3 und 1 haben wir ausgehend von den Erwartungen nach 2 und 4 für unseren Schulstandort festgelegt und festgeschrieben. Die Beobachtungsbögen dienen ebenfalls als Gerüst für die Entwicklung von Kriterienzeugnissen, die wir als auf dieser Basis gegebenenfalls entwickeln wollen. Das Konzept ist nunmehr in der Erprobung und wird am Ende des Schuljahres evaluiert.

  •  Streuobstwiese

Die Streuobstwiese ist das aktuellste Projekt innerhalb unseres Umwelterziehungsprogramms, aus 2 Gründen:

 –          Zum einen dient die Bepflanzung mit Obstbäumen als Bienenweide (generell Insekten) und vielen weiteren Tieren als Nahrungsgrundlage. Obstbäume werten das Landschaftsbild und die allgemeinen sogenannten Grünflächen deutlich auf.

 –         Zum anderen lernen die Kinder den Obstbaum als Vertreter der heimischen Gehölze, als Nahrungsgeber und als CO2-Spender und somit als Bestandteil des örtlichen Mikroklimas kennen. Die Erträge verwerten sie in Zukunft – ganz ohne Verpackung, direkt in der Schule.

  •  Überarbeitung und Ordnung von Unterrichtsmaterialien

Die Fülle von Materialien hat eine teilweise Neuordnung aller Materialien erforderlich gemacht. Wir nutzen nunmehr einen Raum hinter der Pausenhalle als Lernmittelraum für alle Schülermaterialien und trennen diese ab sofort von allen Materialien zur Unterrichtsvorbereitung für die Lehrerinnen und Lehrer.

Diese Trennung ist in wesentlichen Teilen abgeschlossen, aber noch nicht vollendet und wird weiter sukzessive umgesetzt, systematisiert und verfeinert.

  •  Sport- und Schwimmregeln NEU – Schulregeln überarbeitet

Im Rahmen unserer rhythmischen Überarbeitung aller Schulregeln, gemeinsam mit allen Kindern, sowie ausgewählten Kindern, die diese Regeln im Schulparlament abstimmen, sind die Regeln für die Turnhalle, also den Sportunterricht und die Schwimmregeln neu erarbeitet worden. Die Regeln stehen den Kindern über ihren Klassenbriefkasten künftig immer zur Verfügung.

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