Was machen eigentlich die Bienen im Winter?

Eine spannende Frage, die aber auch beantwortet werden kann. In unseren beiden Bienenstöcken leben etwa je 20 Tausend Bienen. Wie ihr wisst, gibt es nur 1 Königin, die mit ihrem kleinen Hofstaat in der Mitte des Volkes warm gehalten wird. Um die Königin bildet sich die sogenannte Wintertraube. Gegenseitig halten sich die Bienen bis zu einer Temperatur von etwa 20 Grad Celsius warm. Dafür verbrauchen sie etwa 50 Gramm Wintervorrat, also Honig, oder auch das eingefütterte Zuckerwasser pro Tag. Durch Flügelzittern machen sie die notwendige Wärme in der Wintertraube. Wie ihr wisst, bringt zittern Wärme in den Körper. So ist es auch bei den Bienen.

Spannend wird es, wenn es draußen langsam wärmer wird und die Tage wieder an Sonnenstunden zunehmen. Dann erwacht das Volk langsam und allmählich legt die Königin wieder eine kleine Menge Eier. Die Bienen müssen dann dafür sorgen, dass die Temperatur am Brutnest auf 35 Grad steigt. Dauerhaft, also Tag und Nacht. Steigen die Temperaturen stetig über 10 Grad im Freien an, gibt es wieder viel Arbeit für die Bienen. Die ersten blühenden Sträucher und Bäume liefern dann Nahrung für die ersten Sommerbienen des Jahres.

Noch aber ist in allen Kisten ruh – und es wird vom Honig des letzten Sommers genascht.

Schreibe einen Kommentar